Kälte als Einflussfaktor auf PV-UNTERKONSTRUKTIONEN
Tiefe Temperaturen wirken sich unmittelbar auf die physikalischen Eigenschaften von Materialien und Komponenten aus. Während einige Materialien bei Kälte an Widerstandsfähigkeit verlieren und spröder werden, verändern sich bei anderen Elastizität, Dehnverhalten und Tragfähigkeit.
Für PV-Unterkonstruktionen bedeutet das:
Sie müssen nicht nur hohe statische Lasten tragen, sondern auch temperaturbedingte Spannungen aufnehmen können – etwa durch thermische Längenänderungen oder wechselnde Belastungen durch Schnee, Eis und Tauzyklen.

Qualität beginnt beim Material
Die Montagelösungen von AEROCOMPACT bestehen überwiegend aus hochwertigem Aluminium sowie korrosionsgeschützten Stahlkomponenten. Diese Materialien bieten entscheidende Vorteile für den Einsatz in kalten Klimazonen:
ALUMINIUM – LEICHT, STABIL UND KÄLTEBESTÄNDIG
- Behält auch bei niedrigen Temperaturen seine mechanische Belastbarkeit
- Keine spröden Bruchmechanismen
- Geringes Eigengewicht reduziert zusätzliche Dach- oder Fundamentlasten
- Gute Korrosionsbeständigkeit, auch bei Feuchtigkeit und Schneeschmelze
STAHLKOMPONENTEN – GEZIELT EINGESETZT FÜR MAXIMALE TRAGFÄHIGKEIT
- Hohe Festigkeit für stark beanspruchte Verbindungspunkte
- Ausgelegt für dynamische Lasten durch Wind und Schnee
- Entsprechend beschichtet und geschützt für den dauerhaften Außeneinsatz
Die Kombination aus Aluminiumprofilen und Stahlbauteilen sorgt für ein optimales Verhältnis aus Stabilität, Dauerhaftigkeit und Effizienz.

SCHNEELAST – WELCHE KRÄFTE WIRKEN TATSÄCHLICH?
Schnee ist nicht gleich Schnee. Entscheidend für die Auslegung einer PV-Anlage ist die charakteristische Schneelast, die je nach Region, Höhe über dem Meeresspiegel und Dach- bzw. Geländeneigung stark variiert.
Einige allgemeine Richtwerte:
- Frischer Pulverschnee: ca. 30–50 kg/m²
- Verdichteter Altschnee: 100–200 kg/m²
- Nassschnee oder vereister Schnee: bis zu 300 kg/m² und mehr
In alpinen Regionen oder höheren Schneelastzonen können normativ sogar über 500 kg/m² gefordert sein. Diese Lasten wirken zusätzlich zum Eigengewicht der PV-Anlage und müssen dauerhaft sicher aufgenommen werden.
Besonders kritisch sind:
- Schneeverwehungen
- asymmetrische Lastverteilungen
- abrutschender Schnee von höheren Dachflächen

WARUM PLANUNG ENTSCHEIDEND IST
In der Praxis treten Schnee-, Wind- und Kälteeinflüsse selten isoliert auf. Hohe Schneelasten gehen häufig mit starken Windereignissen und tiefen Temperaturen einher. Während Schnee vor allem als dauerhafte Zusatzlast wirkt, erzeugt Wind dynamische Kräfte wie Sog, Auftrieb und Schub – insbesondere in Rand- und Eckbereichen sowie an Verbindungen.
Für eine sichere PV-Unterkonstruktion ist daher eine sorgfältige Planung unverzichtbar. Nur wenn kombinierte Lastfälle unter winterlichen Bedingungen berücksichtigt werden, lassen sich Materialien und Systeme korrekt auswählen.
Unser AEROTOOL ermöglicht es, projektspezifische Parameter systematisch zu analysieren, darunter:
- Standort und regionale Schnee- und Windlastzonen
- Gebäudehöhe bzw. Geländetopografie
- Dach- oder Bodenbeschaffenheit
- Modulausrichtung und Neigungswinkel
- Temperaturbereiche und relevante Sicherheitsbeiwerte

FAZIT: VERLÄSSLICHE PERFORMANCE AUCH BEI FROST, WIND UND SCHNEE
Extreme Witterungsbedingungen erfordern durchdachte Konstruktionen und ein tiefes Verständnis für Materialverhalten. Mit hochwertigen Werkstoffen, schnee- wind und kälteerprobten Systemen sowie intelligenter Planung bietet AEROCOMPACT Lösungen, die auch unter winterlichen Extrembedingungen zuverlässig funktionieren – für sichere PV-Anlagen das ganze Jahr über.

